Professor*innen der Gesundheitsökonomie aus Norwegen, Dänemark und Deutschland sowie Studierende der Hochschule Stralsund trafen sich am 20./21. September im Wulflam-Haus in Stralsund, um die Gesundheitswirtschaft von morgen zu diskutieren. Themen des Workshops waren unter anderem eine gerechtere Gestaltung des Krankenversicherungssystems, inwieweit integrierte Versorgungsprojekte die Anzahl an Notfällen reduzieren können und wie Verträge für Ärzte gestaltet sein sollten, um eine optimale Versorgung von Patienten zu gewährleisten. Auch Studierende der Hochschule nahmen teil, die sich vorstellen können, später auf diesem Gebiet zu forschen. Alexander Buschner, Student des Master-Studiengangs Gesundheitsökonomie: „Das war eine einmalige Erfahrung. Zum einen war es sehr spannend, aktuelle Forschungsergebnisse zu wichtigen gesundheitsökonomischen Fragestellungen zu sehen und die Diskussionen zu diesen zu verfolgen. Zum anderen waren auch Professoren anwesend, die einige der Standardlehrbücher geschrieben haben, welche wir in den Vorlesungen verwenden. Die Möglichkeit, die Autoren hautnah mitzuerleben und sich mit ihnen in den Pausen zu unterhalten, war wirklich großartig“.

Der zweitägige Workshop wurde von Prof. Dr. Philipp C. Wichardt von der Universität Rostock sowie von Prof. Dr. Thomas Mayrhofer von der Hochschule Stralsund organisiert. „Wir waren sehr erfreut über die vielen Zusagen der Teilnehmer und über die Qualität der Vorträge und Diskussionen“, stellt Wichardt zufrieden fest.

Thomas Mayrhofer, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Stralsund und derzeit im Forschungssemester an der University of Portland in den U.S.A., bewertet den Workshop als vollen Erfolg: „Gerne möchten wir die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder in Stralsund organisieren“. Der Experte für Gesundheitsökonomie ist in verschiedenen Forschungsprojekten in der statistischen Auswertung von Risikoneigungen oder der Analyse medizinischer Entscheidungen insbesondere mit Partnerinstitutionen in den Vereinigten Staaten aktiv. In Portland ist Mayrhofer vor allem mit der Datenaufbereitung und Auswertung einer neuen klinischen Studie beschäftigt, die den Zusammenhang zwischen Blutkrebs und Herzerkrankungen näher beleuchtet. Erst kürzlich machte der Wissenschaftler mit einer Studie auf sich aufmerksam, in der Röntgenaufnahmen für die Vorhersage der Langzeit-Sterblichkeit genutzt werden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Mayrhofer
Tel: +49 3831 45 6622
Thomas.Mayrhofer@hochschule-stralsund.de

idw 2019/10