Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie vergibt seit 2002 in unregelmäßigen Abständen die Ehrenmedaille in Anerkennung und Würdigung herausragender Verdienste im Interesse der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.
Michael Kirschfink studierte Tiermedizin in Gießen, promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und forschte anschließend am Institut für Immunologie in Heidelberg unter der Leitung von Prof. Klaus Rother. Nach einem Forschungsaufenthalt am National Cancer Institute (NIH, USA) kehrte er 1987 zurück an das Institut für Immunologie nach Heidelberg, wo er Leiter des Labors für Immunchemie wurde. 1999 wurde er zum Professor für Immunologie an der Universität Heidelberg ernannt.

Die Forschungsaktivitäten von Michael Kirschfink haben sich neben der Tumorimmunologie auf das Komplementsystem fokussiert. Durch seine umfangreichen Arbeiten hierzu ist er auf diesem Gebiet der Immunabwehr ein international anerkannter Experte. Auch in der Lehre hat er sich stets sehr engagiert und u. a. entscheidend an der Entwicklung des Medizin Curriculums der Universität Heidelberg mitgewirkt. Darüber hinaus unterstützte er Medizinische Fakultäten im In- und Ausland bei der Curiculumsentwicklung.

Besonders wichtig für die Deutsche Gesellschaft für Immunologie war sein Engagement in der Kommission Fachimmunologie und bei der Entwicklung des Zertifikats ‚Fachimmunologe DGfI‘. Dieses Zertifikat wird seit Herbst 2001 von der DGfI verliehen und ist als Weiterbildungszertifikat für Ärzte und Naturwissenschaftler bis heute das einzige Qualifikationszertifikat in Deutschland im Bereich der Immunologie. Michael Kirschfink war zunächst Mitglied der Kommission Fachimmunologie bis er 2007 deren Leitung übernommen hat. In seiner 12-jährigen Amtszeit als Vorsitzender hat er die Kommission stets sicher geführt und engagiert weiterentwickelt sowie eine Vielzahl von Anfragen, Gutachten und Fachgespräche übernommen.

Sein kontinuierlicher Einsatz für das Zertifikat Fachimmunologe DGfI war ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung der Bundesärztekammer im Herbst letzten Jahres, eine Zusatzweiterbildung „Immunologie“ in der neuen (Muster-) Weiterbildungsordnung zu verankern. Dies stellt einen großen Fortschritt nach fast 30jährigen Bemühungen der DGfI dar.

In Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes für die Fachgesellschaft verleiht die DGfI Michael Kirschfink die Ehrenmedaille.

Hintergrund: Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI), die am 7. Juli 1967 gegründet wurde und bei ihrer Jahrestagung 2017 in Erlangen ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, vereint führende Naturwissenschaftler und Ärzte, um die Wirkmechanismen der körpereigenen Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilze und anderen körperfremden Stoffen wie beispielsweise biologischen Toxine und Umweltgifte zu erforschen. Dadurch werden bedeutende Grundlagen für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten geschaffen. Durch nationale Schulungen und den Austausch mit internationalen Fachgesellschaften fördert die DGfI in besonderem Maße den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs. Die DGfI ist weltweit die viertgrößte nationale Fachgesellschaft für Immunologie.

Kontakt:
Dr. Ulrike Meltzer
Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V.
Tel: ++49-30-284 60 648
mail@dgfi.org

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://www.dgfi.org
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idw 2019/09